Brandwunden behandeln



Ursachen (Entstehung)

Bei Verbrennungen wird die Haut oder Schleimhaut durch Hitze, beispielsweise Feuer, kochende Flüssigkeiten, Strom, Sonne, usw. geschädigt. Extreme Kälte führt zu ähnlichen Erscheinungen.

Folgen

Brandwunden zeigen sich durch schmerzhafte Rötung, Hitzegefühl, Blasenbildung bzw. Ablösung der Haut bis hin zu schwarzer Verkohlung. Durch Sonnenbrand erhöht sich die Chance, an malignem Melanom (Hautkrebs) zu erkranken.

Symptome

Bei Brandverletzungen werden vier Grade unterschieden. Verbrennungen 1. Grades führen zu einer schmerzhaften Rötung mit Schwellung. Bei Verbrennungen 2. Grades bilden sich schmerzhafte, flüssigkeitsgefüllte Blasen. Verbrennungen 3. und 4. Grades gehen mit so schwerwiegenden Schäden einher, dass wegen der zerstörten Nerven kein Schmerzgefühl entsteht und großflächige Narben bleiben. Auch Brandstellen 1. Und 2. Grades können, je nach Fläche, neben der eigentlichen Verletzung auch zu weiteren gefährlichen Störungen des Organismus führen, beispielsweise Nierenversagen oder Kreislaufschock. Die Erstversorgung ist sofortige Abkühlung, jedoch nicht Unterkühlung, der verbrannten Stellen. Das hilft gleichzeitig gegen die Schmerzen.

Diagnostik

Patienten mit Brandverletzungen ab 2. Grades, insbesondere wenn diese mehr als 10 % der Haut betragen oder Gesicht einnehmen, Extremitäten oder Genitalien betreffen, sollten nach der Erstversorgung sofort zum Arzt gebracht werden. Der Arzt wird neben der weiteren Wundversorgung auch das allgemeine Befinden des Patienten stabilisieren.

Behandlungsmöglichkeiten - Was hilft gegen Brandwunden?

Therapie durch den Arzt

Die normale Wundversorgung von kleinen Verbrennungen kann durch jeden Hausarzt erfolgen. Bei großen Brandverletzungen ist die Einweisung in eine Klinik nötig. Im Verlauf der Behandlung großflächiger Defekte können Operationen durch eine Transplantationsklinik oder Verbrennungschirurgie nötig werden. Um geschlossene Hautschäden, wie Sonnenbrand, zu behandeln, wird Lotion, Gel oder Brandsalbe aufgetragen.

Schnelle Hilfe mit Hausmitteln (Hausapotheke)

Die Erstversorgung besteht aus der Kühlung des traumatisierten Gewebe mit lauwarmem fließendem Wasser. Anschließend erfolgt eine Abdeckung mit einem Brandwundenpflaster. Wie kann man Sonnenbrand selbst behandeln? Erste Hilfe bei Sonnenbrand ist ebenfalls die Kühlung mit fließendem Wasser. Anschließend wird eine Brandsalbe aufgetragen. Auflagen aus Quark oder Joghurt werden oft empfohlen, können jedoch Bakterieninfektionen nach sich ziehen. Eine Kühlung mit Eis oder gar Alkohol sollte man nicht durchführen.

Homöopathie (Naturmittel)

Auch die Homöopathie hält verschiedene Mittel zur Bekämpfung von Brandwunden bereit, die jedoch im Einzelfall auf die Gesamtkonstitution des Patienten abgestimmt werden müssen. Zur lokalen Behandlung von geschlossenen Brandwunden eignen sich natürliche Produkte mit Aloe Vera.

Vorbeugung

Besondere Vorbeugung gegen Verbrennungen und Verbrühungen ist im Haushalt mit Kindern nötig. Beispielsweise sichern Schutzgitter die Töpfe auf dem Herd gegen Herunterziehen. Vor Sonnenbrand schützen leichte Kleidung und das Einreiben mit Sonnenschutzmitteln.



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